Barfen beim Campen

Camping ist eine immer beliebter werdende Urlaubsart. Die enge Verbindung zur Natur und die Einfachheit üben einen großen Reiz aus. Gerade für Hundebesitzer ist diese Art des Reisens ideal.

Du bist mit deinem Vierbeiner viel an der frischen Luft unterwegs und verbringst mit ihm eine intensive Zeit. Wie aber stellst du aber während des Campens seine Mahlzeiten sicher, wenn du ihn barfst? Das Barfen kann beim Camping mit ein paar Herausforderungen verbunden sein.

Wie es dir gelingt, beides miteinander zu verbinden und welche Alternativen es dazu gibt, das erfährst du jetzt.

Wozu Barfen beim Campen?

Vielleicht fragst du dich, wieso du dir diese Mühe beim Campen überhaupt machen solltest. Es gibt doch eine große Auswahl an fertigen Produkten. Das stimmt, allerdings handelt es sich dabei um industriell verarbeitete Produkte. Was in ihnen enthalten ist, welche Qualität die Zutaten haben und woher sie stammen? Das kannst du nicht beeinflussen. Für einige Hunde kann es jedoch wichtig sein, dass das Futter exakt auf ihre Bedürfnisse angepasst wird. Darüber hinaus gilt auch für deinen Fellfreund, dass er ist, was er isst. Eine gesunde Ernährung wirkt sich auf sein Erscheinungsbild und sein Wohlbefinden aus. All das und noch mehr spricht grundsätzlich für das Barfen. Die positiven Auswirkungen für deinen Hund sprechen dafür, auch nach Lösungen für das Barfen beim Campen zu suchen.

Barfen beim Campen: die Herausforderungen

Eine Dose Futter zu öffnen oder Trockenfutter in den Napf zu schütten, ist schnell erledigt. Das Barfen hingegen ist mit etwas mehr Aufwand verbunden.

Du musst:

  • frisches Fleisch oder frischen Fisch haben und lagern können.
  • Gemüse und Obst pürieren können.

Beim Campen sind allerdings sowohl der Platz als auch der Strom oft nur in begrenztem Maße vorhanden. Je nachdem, wie groß dein Vierbeiner ist, brauchst du außerdem eine entsprechende Menge an Futter. Ruckzuck steigt das knappe Zuladungsgewicht in die Höhe. Um möglichst wenig mitnehmen und lagern zu müssen, kannst du täglich einkaufen. So entfällt die Lagerung des Fleischs. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass sich ein großer Teil deines Urlaubs um das Einkaufen und Zubereiten des Hundefutters dreht. Manche Hundebesitzer entscheiden sich daher dafür, während des Campens auf fertiges Futter zurückzugreifen. Inzwischen gibt es tolle Alternativen zum Barfen, die sich für die Dauer eines Urlaubs und sogar darüber hinaus anbieten.

Möglichkeiten zum Barfen beim Campen

Eine Alternative kommt für dich nicht in Frage? Dann brauchst du für deinen Campingurlaub eine gute Kühlmöglichkeit, um das Futter aufzubewahren. Du kannst beispielsweise schon daheim die einzelnen Portionen zubereiten und einfrieren. Bei dieser Variante benötigst du beim Campen eine gute Stromversorgung, um die Kühlbox zu betreiben. Das bedeutet, dass du auf Camping- oder Stellplätze angewiesen bist.

Willst du das Futter frisch vor Ort zubereiten? Dann kannst du dir das Pürieren von Gemüse und Obst ersparen, indem du für die Dauer des Urlaubs Babygläschen nimmst. Die darin enthaltenen Zutaten wurden zwar erhitzt, aber als Alternative kann Babynahrung durchaus genutzt werden.

Tipp:
In einigen Ländern Südeuropas bekommst du beim Metzger kostenfrei oder für sehr wenig Geld Fleischreste für deinen Hund. Es lohnt sich, gezielt danach zu fragen.

Je nachdem, wohin deine Reise geht, kannst du vorab nach Barf-Shops schauen. Häufig gibt es die Möglichkeit, dass dich diese beliefern oder du bei ihnen tiefgekühlte Barf-Produkte abholen kannst. So musst du sie nicht im kompletten Umfang von zuhause mitnehmen und sparst Gewicht. Es gibt zudem hundefreundliche Campingplätze, die in ihrem Shop vor Ort tiefgekühlte Barf-Produkte anbieten.

Alternativen zum Barfen beim Campen

Wenn dir das Barfen während des Campens zu aufwendig ist, gibt es dazu sehr gute Alternativen. Eine davon sind fertige Futtermischungen, die schonend gegart und danach so verpackt werden, dass sie sich bis zu zwei Jahre bei Zimmertemperatur halten.

Auch Dosenfutter kann sich als Ausweichlösung eignen. Bei der Qualität gibt es enorme Unterschiede, die sich natürlich im Preis niederschlagen. Dafür bekommst du aber auch ein Futter, das aus hochwertigen Zutaten hergestellt wurde. Möchtest du keine Dosen, sondern etwas Leichteres mitnehmen? Dann bekommst du Nassfutter auch in Wurstform. Bei beiden Varianten musst du bei deiner Planung an das Gewicht denken, das damit verbunden ist. Für einem 30 kg schweren Hund benötigst du einiges an Futter.

Eine weitere Alternativen ist Frostfutter. Bei dieser Variante kannst du Zusammenstellungen und Packungsgrößen auswählen. Angeboten werden unterschiedliche Fleischsorten wie Pferde-, Lamm- oder Rindfleisch und Hühnerhälse. Außerdem gibt es verschiedene Obst- und Gemüsemischungen. Du taust das Futter einfach auf, ergänzt es ggf. mit weiteren Zutaten und schon ist es fertig. Gerade beim Campen ist das praktisch, da du das Fleisch nicht selbst schneiden brauchst. Der Nachteil hier ist die Kühlbox, die ausreichend leistungsfähig und groß sein muss.

Nicht gefroren, sondern getrocknet geht es beim Trockenbarf zu. Das Gemüse und das Fleisch werden dabei schonend gefrier- und luftgetrocknet. Dadurch bleiben die wichtigen Nährstoffe erhalten. Manche Sorten werden direkt mit Kräutern und Ölen versetzt, das kannst du dir aussuchen. Abgepackt und geliefert wird das Trockenbarf in Beuteln. Diese lassen sich wieder verschließen und einfach aufbewahren. Praktisch ist außerdem, dass du es direkt ohne weitere Zubereitung füttern kannst. Rein und den Napf und schon kann es sich dein Fellfreund schmecken lassen. Wie beim Füttern von Trockennahrung musst du ihm jederzeit ausreichend Wasser zur Verfügung stellen.

Tipp: Achte beim Kauf des Trockenbarfs auf die Hinweise des Herstellers. Bei manchen Sorten musst du das Futter erst einweichen.

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Barfen und campen ist machbar

Warum jemand das Futter für seinen Hund selbst zubereitet, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Bei manchen gibt es zum Barfen keine Alternative, auch nicht beim Campen. In anderen Fällen kann ein Mittelweg sinnvoll sein, damit sich nicht dein ganzer Urlaub nur ums Futter dreht. Probiere die Barf-Alternative am besten vor dem Campen aus. So kannst du sehen, ob sie deinem Hund schmeckt und ihm bekommt. Gut ist es, offen für andere Lösungen zu sein und dich nicht unter Druck zu setzen. Das ist die beste Voraussetzung, damit du das Campen mit deinem Hund entspannt genießen kannst.

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