Darum sollte dein Hund im Bett schlafen

Seinen Hund mit ins Bett nehmen? Manch ein Hundebesitzer schüttelt bei diesem Gedanken verwundert den Kopf. Wirkt sich das nicht negativ auf die Erziehung aus? Tanzt dir der Hund dann nicht auf der Nase herum, wenn du ihm so etwas erlaubst?

Die Frage, ob ein Hund im Bett schlafen darf, teilt die Gemüter. Dabei gibt es einige Gründe, die dafür sprechen.

Grund 1: Weil es gut für die Erziehung ist

Wenn dein Hund mit dir im Bett schlafen darf, hat dies positive Auswirkungen auf eure Beziehung. Zum einen setzt es Vertrauen voraus, den Schlafplatz miteinander zu teilen. Zum anderen wird dadurch das Vertrauen gestärkt. Und genau dieses Vertrauen ist wiederum wichtig für die Erziehung. Ein Hund, der sich in deiner Nähe geborgen und wohlfühlt, lässt sich besser trainieren als einer, der vor dir Angst hat. Die Sorge, dein Vierbeiner könnte wegen eurer gemeinsamen Nächte die Weltherrschaft an sich reißen, ist also unbegründet.

Grund 2: Weil es die Bindung stärkt

Kuscheln ist gut für die Seele, das ist wissenschaftlich bewiesen. Durch den engen, positiven Körperkontakt wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Ein schwieriges Wort, mit dem jedoch viele wohltuende Konsequenzen verbunden sind.

Oxytocin trägt unter anderem dazu bei:

  • Angst oder Stress zu senken
  • die soziale Bindung zu festigen
  • Vertrauen aufzubauen
  • das Einfühlungsvermögen zu fördern

Oxytocin wird auch als Bindungs- oder Kuschelhormon bezeichnet. Eine schöne Umschreibung, die du dir bestimmt leichter merken kannst. Und ein guter Grund, deinen Hund heute Abend mit ins Bett zu nehmen.

Grund 3: Weil es gesund ist

Wenn du deinen Hund streichelst, kommt ein weiteres Hormon zum Einsatz: das Glückshormon Serotonin. Das macht nicht nur glücklich, wie es der Name bereits vermuten lässt. Nein, es trägt auch dazu bei, leichte Schmerzen zu lindern. Ob du es mit Verspannungen oder anderen Zipperlein zu tun hast, das Streicheln kann in solchen Fällen mildernd wirken.

Aber nicht nur das, die Kuscheleinheiten senken auch deinen Blutdruck. Du brauchst deswegen nicht die ganze Nacht lang deinen Fellfreund kraulen. Ein bisschen streicheln vor dem Einschlafen hat bereits einen positiven Effekt.

Grund 4: Weil es beim Einschlafen hilft

Dein Hund hat sich gemütlich in dein Bett gekuschelt und schlummert bereits glücklich vor sich hin? Dann dauert es bestimmt nicht mehr lange, bis du ebenfalls einschläfst. Der ruhige Atem deines tierischen Freundes sorgt dafür, dass auch du zur Ruhe kommst. Du kannst dich besser entspannen und somit leichter einschlafen. Ich persönlich liebe es, dem leisen Schnarchen meiner Hündin Merle zu lauschen. Aber wehe, mein Freund macht ein Schnarchgeräusch, das finde ich alles andere als niedlich.

Ebenfalls angenehm ist, dass dein Vierbeiner für wohlige Temperaturen sorgt. Und kuscheliger als eine Wärmflasche ist er dabei auch noch.

Grund 5: Weil dein Hund Geborgenheit schenkt

Nicht jeder teilt sein Bett mit einem Partner. Es gibt viele Menschen, die alleinstehend sind. Doch alleine im Bett zu liegen, kann sich ganz schön einsam anfühlen. Mit einem Vierbeiner an seiner Seite ist es direkt wesentlich gemütlicher. Frei nach dem Motto „zusammen ist man weniger alleine“.

Mit einem Hund in deiner Nähe steigt auch das Gefühl von Sicherheit und wer sich sicher fühlt, kann sich besser entspannen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du einen Schäferhund oder einen Dackel als tierischen Freund hast. Hauptsache es ist ein Hund.

Grund 6: Weil es glücklich macht

Ob nun das Glückshormon Serotonin dafür verantwortlich ist oder das Oxytocin, das ist nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass es ein tolles Gefühl ist, mit seinem Hund im Bett zu schlafen. Es mag Momente geben, in denen er dir nachts auf den Keks geht. Vielleicht dreht er sich immer wieder um. Vielleicht wechselt er dauernd die Liegestelle. Oder er springt aus dem Bett, um etwas zu trinken. Doch spätestens, wenn du wieder seinen warmen Körper spürst und seinem gleichmäßigen Atem lauschst, ist all das vergessen. Ein Hund im Bett macht glücklich.

Gründe, die dagegen sprechen

Du siehst, es gibt einige Gründe, wieso dein Hund im Bett schlafen sollte. Es sprechen jedoch auch ein paar dagegen. So ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, einen Hund im Bett eines Kleinkindes schlafen zu lassen. Gerade bei einem großen Tier kann die Gefahr bestehen, dass sich dieses auf das Kind legt und ihm dadurch die Luft zum Atmen nimmt.

Ebenfalls zu bedenken sind die hygienischen Aspekte. Ein Hund verliert Haare und bringt unter Umständen noch andere Krabbelwesen mit ins Bett, zum Beispiel Zecken. Um dieses Risiko zu verringern, helfen eine gründliche Fellpflege sowie ein guter Schutz vor Parasiten.

Ein anderer Schlafplatz ist außerdem zu empfehlen, wenn dich dein Hund beim Schlafen stört. Es gibt Exemplare, die sich immer größer und breiter machen, bis du fast aus dem Bett fällst. An eine erholsame Nachtruhe ist so nicht zu denken.

Neigt dein Hund dazu, das Bett zu verteidigen? Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders. Auch in diesem Fall ist ratsam, ihn woanders schlafen zu lassen.

Was tun als Mehrhundebesitzer?

Wenn du mehrere Hunde hast, kommen zu den bisherigen Überlegungen weitere dazu.

  • Verstehen sich deine Hunde so gut, dass es keinen Stress im Bett gibt?
  • Bleibt noch genug Platz für dich und deinen Partner übrig?

Erlaubt ist, was gefällt. Wenn es keine Probleme verursacht, dann können auch mehrere Hunde im Bett schlafen.

Schlaft gut!

Ob dein Hund im Bett schlafen darf oder nicht, diese Entscheidung liegt ganz alleine bei dir. Es gibt kein grundsätzliches Ja oder Nein. Auch ein Kompromiss ist vorstellbar. Meine Hündin darf an manchen Tagen ins Bett, an anderen möchte ich es für mich alleine haben.

Viele Gründe sprechen allerdings dafür, weshalb du es deinem tierischen Freund erlauben solltest. Von den positiven Auswirkungen profitiert am Ende nicht nur er, sondern auch du.

Heißt es für deinen Hund „Ich muss leider draußen bleiben“ oder teilst du dein Bett mit ihm?

7 Idee über “Darum sollte dein Hund im Bett schlafen

  1. Beate Hoffmann sagt:

    Unsere Celli schläft in ihrem Bettchen, neben meinem Bett, ein und mitten in der Nacht kommt sie dann meistens zu mir ins Bett. Sie haart nicht!

  2. Karin Kuhlmann sagt:

    Meine Hunde durften bisher alle mit ins Bett. Würden sie aber das Bett verteidigt und es auf meine Anordnung hin nicht verlasssen, hätte ich ihnen eine andere Schlafmöglichkeit zugeordnet. Zusätzlich steht in meinem Schlafzimmer auch ein Körbchen, so dass mein Hund immer selber entscheiden kann, wo er die Nacht verbringen möchte. Die Nähe im Bett sorgt für eine enge BIndung, Sicherheit und stärkt gegenseitiges Vertrauen. Im Rudel kuscheln Hunde beim Schlafen auch ganz eng zusammen und suchen Körperkontakt.. Wer sein Tier pflegt, dafür sorgt, dass es regelmässig entwurmt und geimpft wird, braucht auch keine Angst vor mangelnder Hygiene zu haben. Wie sagt man so schön:“ So richtig nett ist es nur im Bett“, und das sehenanscheinend auch die Hunde so.

  3. Helga Franzen sagt:

    Paula geht mit ins Bett,allerdings geht sie nicht unter die Decke,sie will das nicht,vorher hatte iich Cocker die kamen immer unter die Decke und ich mag es wenn derHund bei mir liegt!Helga

  4. Inge sagt:

    Wenn Krümel nicht das ganze Jahr so erbärmlich haaren würde,dürfte er. Ilka mochte das von Anfang an nicht. Sie kam als Angsthund u das Bett war ihr nicht geheuer. Sie liegt davor. Und ist so glücklich u zufrieden.

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