Häufige Hundekrankheiten – Ursachen, Symptome und Behandlung auf einem Blick

Es gibt sehr viele Hundekrankheiten. Um Dir einen Überblick über die häufigsten zu geben, erfährst Du hier die Ursachen, Symptome und die Behandlungsmöglichkeiten zu jeder einzelnen Hundekrankheit.

Lungenentzündung beim Hund

Hundekrankheit

Hat Dein Hund eine Lungenentzündung, sind die Lungenbläschen oder das Bindegewebe der Lunge entzündet. Dies geschieht oft, wenn die Lunge von Krankheitserregern wie Bakterien oder Parasiten befallen wird. Ein schwaches Immunsystem des Hundes begünstigt natürlich eine Lungenentzündung.

Lustlosigkeit, Schlappheit oder sogar Fieber können auf eine Lungenentzündung beim Hund hindeuten. Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser leitet die Behandlung, meistens in Form von Antibiotika ein. Es ist wichtig, dass Dein Hund behandelt wird. Ansonsten kann die Lungenentzündung zu Durchblutungsstörungen und im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes führen.

Hat Dein Hund ein starkes Immunsystem ist das Risiko einer Lungenentzündung geringer. Mit dem richtigen Maß an Bewegung, ausgewogener Ernährung und wenig Stress, kann das Immunsystem Deines Hundes gestärkt werden.

Epilepsie beim Hund

Bei der Epilepsie kommt es zu Krampfanfällen. Diese Hundekrankheit betrifft ca. 2 Prozent aller Hunde. Kommt es während dieser Anfälle zu einer Störung der Gehirnfunktion, spricht man von einem epileptischen Anfall.

Bei der Epilepsie wird zwischen der Idiopathischen Epilepsie und der Systematischen Epilepsie entschieden. Die Idiopathische charakterisiert ein wiederholtes Auftreten von Anfällen, wobei eine genetische Ursache vermutet wird. Bei der Systematischen werden die Anfälle durch eine Vorerkrankung, beispielsweise durch einen Gehirntumor, verursacht.

Der eigentliche epileptische Anfall kann in drei Schritte eingeteilt werden. Zuerst wird der Hund unruhig und hat einen merkwürdigen Blick in den Augen. Beim eigentlichen Anfall fällt der Hund um oder wird sogar bewusstlos. Nach dem Anfall wirkt der Hund sehr desorientiert, was sogar einige Tage anhalten kann. Ein Anfall der einmal angefangen hat, kann nicht mehr aufgehalten werden.

Epilepsie kann nicht wirklich geheilt werden. Mithilfe von Medikamenten können aber die Häufigkeit, die Schwere und die Dauer der Anfälle reduziert werden. In einer Studie konnte sogar durch die Einnahme von Schwarzkümmelöl, die Häufigkeit der Anfälle reduziert werden. Wie Epilepsie diagnostiziert wird, erfährst du in Epilepsie beim Hund.

Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, versucht die Bauchspeicheldrüse sich selbst zu verdauen. Dabei kommt es zu Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen. Außerdem können keine Enzyme mehr produziert werden, welche die Nahrung sonst in kleinste Bestandteile spaltet. Der Grund für die Selbstverdauung liegt oft an fettigen Mahlzeiten oder auch an Medikamenten.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund zeigt sich durch Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Fieber und Appetitlosigkeit. Bei Verdacht auf diese Hundekrankheit, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Erkrankte Hunde bekommen oft Präparate zugeführt, welche die fehlenden Verdauungsenzyme ersetzten. Wird eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht oder zu spät behandelt, kann es sogar zu Organversagen kommen. Da die Erkrankung oft durch fettreiche Mahlzeiten verursacht wird, sollte auf einen moderaten Fettanteil des Futters geachtet werden und Medikamente nur im Notfall gegeben werden.

Demenz beim Hund

Demenz beim Hund
Demenz trifft meist ältere Hunde

Bei Demenz sterben im Gehirn Nervenzellen ab. Dabei sind oft die empfindlichen Zellen für Lernen, Gedächtnis und Bewusstsein betroffen. Die Gründe für diesen Zerstörungsprozess sind noch nicht ausreichend erforscht. Es ist aber bekannt, dass der Zerstörungsprozess sehr langsam und über viele Jahre abläuft. Hunde mit Demenz verlieren ihre geistigen Fähigkeiten, ihr Gedächtnis nimmt ab und sie verlieren die Orientierung.

Hunde mit Demenz kann man unterstützen, in dem man ihren Alltag einfacher gestaltet. Außerdem sollte die Gehirnfunktion des Hundes ein wenig gefordert werden. Dazu kannst Du beim Gassi gehen neue Wege laufen oder neue Spiele ausprobieren.

Fieber beim Hund

Fieber geht oft mit einer Grunderkrankung einher und unterstützt den Heilungsprozess. Normalerweise liegt die Körpertemperatur beim Hund zwischen 38 und 39°C. Eine kurzzeitig erhöhte Körpertemperatur ist nicht unbedingt auf Krankheiten zurückzuführen. Ist die Temperatur aber langfristig erhöht und kommen andere Symptome wie Appetitlosigkeit und Lustlosigkeit hinzu, kann dies auf Fieber hindeuten.

Die Körpertemperatur des Hundes wird im After mittels Fieberthermometer gemessen. Da Fieber oft mit einer Grunderkrankung einher geht, muss diese Grunderkrankung behandelt werden. Dazu werden Deinem Hund fiebersenkende Medikamente verabreicht.

Hat Dein Hund Fieber gönne ihm ausreichend Ruhe und vermeide Stress. Des Weiteren kannst Du versuchen, das Fieber mittels kalter Wickel zu senken.

Hautpilz beim Hund

Hautpilz wird oft beim Körperkontakt mit infizierten Hunden übertragen. Vor allem Hunde mit schwachem Immunsystem haben ein höheres Risiko, an dieser Hundekrankheit erkrankt zu sein. Es ist also wichtig, das Immunsystem mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung stark zu halten.

Bei Hautpilz sind runde Flecke auf der Haut des Hundes zu sehen. Dadurch entsteht oft starker Juckreiz oder es kommt sogar zu Entzündungen. Mittels Medikamente kann Dein Tierarzt Hautpilz beim Hund behandeln.

Wichtig ist, dass wenn Dein Hund Hautpilz hat, Du die Wohnung in regelmäßigen Abständen reinigst. Manche Hautpilze haben ein zoonotisches Potenzial. Das bedeutet, dass diese Hautpilze auch auf den Menschen übertragen werden können. Gerade immungeschwächte Personen, Kinder und Schwangere sollten sich von infizierten Tieren fernhalten.

Zwingerhusten beim Hund

Bei Zwingerhusten setzten sich Viren in den Bronchien fest. Diese erleichtern den Einzug von Bakterien, wodurch es oft zu bakteriellen Folgeinfektionen kommt. Das Hauptsymptom von Zwingerhusten ist natürlich der Husten. Dieser Husten ist sehr stark, hartnäckig und trocken. Rasselnde Atemgeräusche, Niesen, Augenfluss und Fieber sind auch nicht selten.

Zwingerhusten beim Hund wird mit Antibiotika behandelt. Außerdem muss diese Hundekrankheit mit viel Ruhe auskuriert werden. Ein erkrankter Hund sollte von anderen Hunden fern gehalten werden, da Zwingerhusten sehr ansteckend ist.

Um das Risiko von Zwingerhusten so gering wie möglich zu halten, ist ein starkes Immunsystem wichtig. Auch eine gute Hygiene ist wichtig. So gibt man Bakterien keine Chance, sich zu verbreiten.

Leishmaniose beim Hund

Leishmaniose beim Hund
Sandmücken übertragen Leishmaniose

Bei Leishmaniose werden die Erreger (Leishmanien) von Schmetterlings- oder Sandmücken auf den Hund übertragen. Diese Hundekrankheit wird vor allem in südlicheren Gebieten (Mittelmeerraum) übertragen. Am häufigsten sind Hunde betroffen, welche zuvor im Urlaub in solchen Gebieten unterwegs waren.

Leishmaniose äußert sich durch Durchfall, Fieber, Gewichtsverlust und Lahmheit des Hundes. Oft kommt es auch zu Hautausschlägen auf dem Nasenrücken, den Ohrspitzen oder um das Auge. Diese Hundekrankheit wird mittels Blut- oder Gewebeproben vom Tierarzt diagnostiziert.

Leishmaniose beim Hund wird in der Regel mit Medikamenten behandelt, welche meistens das ganze restliche Leben eingenommen werden müssen. Ohne eine Behandlung kann Leishmaniose zu Nierenversagen und somit zum Tod des Hundes führen.

Ist man im Mittelmeerraum mit seinem Hund unterwegs, sollte man versuchen, Mückenstiche vorzubeugen. So kann man das Risiko einer Leishmaniose senken. Bestimmte Halsbänder oder Spot-on-Präparate können Mücken vom Stich abhalten. Im Zuge des Klimawandels kann es auch vorkommen, dass die Mücken, welche Leishmaniose übertragen, sich auch in untypischen Regionen ausbreiten.

Krebs beim Hund

Bei Krebs handelt es sich um eine bösartige Neubildung von Gewebe. Sogenannte Tumore können lebenswichtige Organe beschädigen und schwere Schäden anrichten. Solche Tumore sind durch manuelles Abtasten, oder mithilfe von beispielsweise Ultraschall oder CT zu erkennen.

Die Symptome sind je nach Krebsart unterschiedlich. Oft geht Krebs aber mit einer Verhaltensänderung einher. Da die Krebszellen einen hohen Energiebedarf haben, magert der Hund immer mehr ab. Die Ursachen von Krebs sich auch noch nicht ganz erforscht. Man geht allerdings davon aus, dass Umwelteinflüsse Krebs begünstigen.

Krebs beim Hund wird mittels Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie behandelt. Die Chemothrapie rettet zwar vielen Vierbeinern das Leben, geht aber mit starken Nebenwirkungen einher. Auch entsprechende Ernährung, ist nicht zu vernachlässigen. Die Papaya beispielsweise enthält Enzyme, welche sich günstig bei Krebspatienten auswirken können.

Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse des Hundes nicht ausreichend Hormone. Dieser Hormonmangel wirkt sich auf den Stoffwechsel des Hundes negativ aus. Die Ursache für die verminderte Produktion von Hormonen ist oft eine chronische Entzündung der Schilddrüse oder oder eine Begleiterkrankung.

Da bei einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund der gesamte Organismus in Mitleidenschaft gezogen wird, gibt es viele unterschiedliche Krankheitssymptome. Angefangen von Müdig- und Lustlosigkeit bis hin zu Ohrenentzündungen, Schwerhörigkeit und Hornhautgeschwüren an den Augen.

Um eine Schilddrüsenunterfunktion zu diagnostizieren, wird das Schilddrüsenhormon Thyroxin gemessen. Falls dieses fehlt, muss dem Hund das ganze Leben lang der Wirkstoff Levothyroxin mittels Tabletten verabreicht werden. Nach ein bis zwei Wochen nach Beginn der Behandlung sollte Dein Hund schon wieder lebensfreudiger und fitter sein.

Gelenke Quiz
Gelenke Quiz

Blasenentzündung beim Hund

Eine Blasenentzündung wird von Bakterien verursacht, welche über die Harnröhre in die Blase gelangen. Im schlimmsten Fall befallen diese Bakterien auch die Nieren. Um dies zu verhindern, ist eine schnelle Behandlung notwendig.

Eine Blasenentzündung beim Hund äußert sich durch verstärkten Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen. Typisches Anzeichen ist auch, dass Hunde versuchen Urin abzusetzen, dann aber kein Urin absetzen können.

Diese Hundekrankheit wird mittels Antibiotika behandelt. Achte auch darauf, dass Dein Hund viel Wasser trinkt. So werden die Bakterien mit dem Urin ausgeschieden.

Um das Risiko einer Blasenentzündung zu minimieren, ist ein starkes Immunsystem. Gerade in den Wintermonaten, schwächt die Kälte die Abwehrkräfte des Hundes, was ihn somit anfälliger macht.

Schlaganfall beim Hund

Schlaganfall beim Hund
Bewegungsmangel, Übergewicht und Stress sind oft Ursachen eines Schlaganfalls

Bei einem Schlaganfall bricht die Blutversorgung zum Gehirn. Dies geschieht oft durch verschlossene oder eingeengte Blutgefäße. Auch Hirnblutungen können für einen Schlaganfall verantwortlich sein. Solche Ursachen entstehen durch Übergewicht, Stress oder Bewegungsmangel.

Beim Schlaganfall kommt es zu Gleichgewichtsstörungen, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinsstörungen und manchmal zu Bewusstseinsverlust. Falls Dein Hund den Schlaganfall überlebt, sind Lähmungen, Gehstörungen und verminderte Gedächtnisleistung die Folge.

Hat Dein Hund kein Übergewicht, kaum Stress und ausreichend Bewegung, ist das Risiko für einen Schlaganfall relativ gering.

Beim Vestibularsyndrom, wobei die gleichen Symptome wie bei einem Schlaganfall auftreten, kommt es zu einer Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr.

Analdrüsenentzündung beim Hund

Die Analdrüsen produzieren ein Sekret, welches die Duftmarke des Hundes enthält. Bakterien können bei einer Verstopfung ganz leicht eine Analdrüsenentzündung verursachen. Dadurch kommt es zu einem unangenehmen Juckreiz am After. Deshalb ist das sogenannte „Schlittenfahren“ oft ein Hinweis auf eine Analdrüsenentzündung beim Hund. Dabei presst der Hund sein Hinterteil auf den Boden und scharrt damit hin und her.

Die Bakterien werden vom Tierarzt mithilfe von Antibiotika behandelt. Hat Dein Hund eine Veranlagung für eine Analdrüsenentzündung, müssen die Analdrüsen manuell regelmäßig entleert werden. Wie das geht, erfährst Du in unserem Blogartikel Analdrüsen beim Hund.

Exokrine Pankreasinsuffizienz beim Hund

Eine Exokrine Pankreasinsuffizienz bezeichnet eine unheilbare Schwäche der Bauchspeicheldrüse. Dabei kann die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme ausschütten. Die Proteine, Fette und Kohlenhydrate werden somit nicht aufgespalten, wodurch es zu einem Nährstoffmangel kommt.

Diese Schwäche der Bauchspeicheldrüse wird durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, eine Autoimmunreaktion oder durch Durchblutungsstörungen verursacht. Eine Pankreasinsuffizienz macht sich in Form von Verdauungsproblemen, vermehrter Futteraufnahme, sowie struppigem Fell und Haarausfall bemerkbar.

Die Behandlung besteht darin, die fehlenden Nährstoffe dem Hund zuzufügen. Dies geschieht in Form von Tabletten, Pulver oder Kapseln, welche aus Schweine- oder Rinderpankreas bestehen. Des Weiteren ist es sinnvoll, kleine Portionen zu füttern, damit diese besser verdaut werden können.

Leptospirose beim Hund

Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, welche durch Bakterien (Leptospiren) verursacht wird. Über das Blut werden die Bakterien im Körper des Hundes verteilt. Dabei kann es zu schweren Organschäden kommen. Normalerweise gehört diese Hundekrankheit zu den Pflichtimpfungen. Durch eine gewisse Impffaulheit der Hundebesitzer kommt diese Hundekrankheit immer wieder vor.

Die Symptome von Leptospirose beim Hund sich Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, steifer Gang und erhöhte Atemfrequenz. Oft tritt Leptospirose auch vollkommen ohne Symptome auf. Beim Verdacht auf eine Erkrankung, muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Ansonsten kann es beispielsweise zu Nierenversagen kommen. Vom Tierarzt wird dann die Behandlung mittels Antibiotika eingeleitet.

Um bestmöglichen Schutz vor der Hundekrankheit Leptospirose zu gewährleisten, sollte der Hund mit den neusten Impfstoffen geimpft werden. So ist er gegen alle Erregerstämme geschützt. Die Grundimmunisierung des Hundes erfolgt zweimal im Abstand von 4 Wochen. Anschließend sollte jährlich aufgefrischt werden.

Würmer beim Hund

Hundekrankheit
Bei Würmern kommt es zu einem Nährstoffmangel

Ist Dein Hund von Würmern befallen, leben diese auf seine Kosten. Dadurch kann es zu einem ernstzunehmenden Mangel an Nährstoffen kommen, was für Welpen lebensbedrohlich sein kann. Ein Wurmbefall äußert sich in Form von Erbrechen, blutigem Durchfall, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Oft sind Würmer in den Ausscheidungen des Hundes zu erkennen.

Dein Tierarzt behandelt die Würmer mit Entwurmungsmittel, in Form von Tabletten oder Pasten. Im Anschluss an die Entwurmung, muss die Darmflora Deines Hundes wieder aufgebaut werden. Diese Entwurmungsmittel lähmen die Muskulatur der Parasiten, wodurch sie getötet und ausgeschieden werden.

Würmer können auch auf den Menschen, beispielsweise beim Streicheln, übergehen. Im Körper des Menschen können die Parasiten Organe befallen, was zu schweren Erkrankungen führen kann. Deshalb ist Hygiene bei einem Wurmbefall sehr wichtig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.