Übungen zum Muskelaufbau

Eine ausgebildete Muskulatur hält den gesamten Bewegungsapparat gesund und stabilisiert Rumpf und Gelenke. Mit gezielten Übungen baust du die Muskeln deines Hundes auf. Ich zeige dir, warum Muskelaufbau wichtig ist und die besten Übungen dazu.

Warum der Muskelaufbau wichtig ist

Vor allem ältere Hunde und kranke oder verletzte Tiere erleben ohne Training einen Muskelschwund. Das Spazieren alleine reicht nicht aus, weil es nicht alle Muskeln gleichmäßig trainiert. Übungen zum Muskelaufbau sind aber für jeden Hund geeignet, da eine starke Muskulatur Verletzungen vorbeugt und deinen Hund insgesamt fitter hält.

Weitere Vorteile vom Muskeltraining:

  • Durchblutung: Das Training durchblutet die Muskeln und versorgt sie mit allen wichtigen Nährstoffen.
  • Beweglichkeit: Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenke und Bindegewebe bleiben elastisch und geschmeidig.
  • Balance, Koordination und Körpergefühl: Dein Hund wird trittsicher und strengt gleichzeitig sein Köpfchen an.
  • Selbstvertrauen: Die Bindung zwischen Hund und Halter wird stärker und dein Hund lernt, selbstbewusst mit seinem Körper umzugehen und ihm in allen Situationen zu vertrauen.
  • Geduld und Konzentration: Dein Hund lernt, sich bewusst und langsam zu bewegen.
  • Stressabbau: Rituale wie Übungen helfen, Stress abzubauen und unerwünschtes Verhalten zu reduzieren.
  • Rehabilitation: Dein Hund baut nach Verletzungen Muskeln auf und hat ein besseres Körpergefühl.
  • Chronische Krankheiten und Schmerztherapie: Chronische Krankheiten sind oft mit Schmerzen verbunden und das Training hilft, diese durch bewusste Bewegung zu lindern.
  • Spaß und Freude: Dein Hund lernt etwas Neues und hat Freude beim Sportprogramm.
Übungen zum Muskelaufbau für deinen Hund
Hunde haben viel Freude beim Training

Übungen

Ich stelle dir drei große Übungsgruppen vor, mit denen du einen guten Einstieg in das Muskeltraining hast. Als Begleitung verlinke ich drei Videos des YouTube-Kanals Bellini Hundephysio, wo du dir die Übungen anschauen kannst. Für alle Übungen gilt:

  • Sie sollen von gesunden Hunden gemacht werden, außer du hast die Übungen vorher mit dem Tierarzt abgesprochen.
  • Wärme deinen Hund vorher auf. 10 Minuten locker spazieren reicht.
  • Passe die Anzahl der Wiederholungen an deinen Hund an. Eine 10-jährige Hündin nach einer Operation braucht ein anderes Training als ein 3-jähriger gesunder Hund.
  • Achte auf einen rutschfesten Untergrund.
  • Höre am besten dann mit der Trainingseinheit auf, wenn der Hund noch Spaß daran hat und nicht zu erschöpft ist.

Übungen für die Wirbelsäule

Bei diesen Übungen wird vor allem die Wirbelsäule aktiviert und gedehnt. Du brauchst dafür keine Geräte, nur ein paar Leckerlis.

  1. Bei der ersten Übung soll sich dein Hund um die eigene Achse drehen. Halte ihm dafür ein Leckerli vor die Nase führe die Hand so, dass er sich langsam in einem engen Radius um sich selbst dreht. Im Video unten siehst du, wie es geht. Achte immer darauf, dass beide Seiten gleich oft trainiert werden.
  2. Lass deinen Hund hinsetzen und führe das Leckerli mit der Hand zur Schulter, damit sich dein Hund zur Seite dehnen muss. Abwechselnd auf beiden Seiten mehrmals wiederholen. Wenn du das Leckerli zum Knie führst, muss sich dein Hund noch mehr biegen. Wiederhole dieselbe Übung im Liegen: Das Leckerli zum Brustkorb oder den Knien führen.
  3. Für die nächste Übung soll sich der Hund wieder hinsetzen und seinen Hals nach oben dehnen, indem du ihm das Leckerli auf seiner Kopfhöhe oder höher gibst. Er soll sich strecken, gleichzeitig mit den Vorderpfoten auf dem Boden bleiben. Dann geht es in die andere Richtung. Führe das Leckerli zum Brustbein, damit dein Hund den Hals nach unten dehnen muss.
  4. Stelle deinen Hund hin und führe das Leckerli zum Brustbein, damit sich die Wirbelsäule aufwölbt.
  5. Zeichne zum Schluss mit deinem Hund eine Acht. Es ist wie bei der ersten Übung: Dein Hund dreht sich um die eigene Achse und dreht sich gleich darauf in die andere Richtung.
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Übungen für die Wirbelsäule

Positionswechsel Sitz, Steh, Platz und Beine dehnen

Der Positionswechsel Sitz-Steh ist wie Kniebeugen, der Wechsel Sitz-Platz wie Liegestütze. Das mobilisiert die Gelenke und ihr braucht keine Geräte dafür. Dein Hund sollte die Kommandos Sitz, Platz und Steh können. Im Video unten sind alle Übungen für dich zum Nachmachen.

Gelenke Quiz
Gelenke Quiz
  1. Beginne mit der Vorderhand: Dein Hund soll sich hinlegen und nach einigen Sekunden hinsetzen. Wiederhole diesen Wechsel ein paar Mal und belohne ihn immer wieder. Dein Hund sollte mit den Beinen parallel sitzen und liegen, das heißt nicht auf eine Seite kippen.
  2. Dehne danach die Vorderläufe, indem du zuerst das linke Vorderbein hochhebst und sachte für einige Sekunden nach vorne dehnst. Dasselbe mit dem rechten Vorderbein.
  3. Dann geht es mit der Hinterhand weiter: Dein Hund soll zwischen sitzen und stehen mehrmals wechseln. Für manche Hunde ist das Steh aus dem Sitzen oder einer anderen Position eine schwierige Übung. Locke ihn aus dem Sitzen einen Schritt nach vorne, gib das Kommando Steh und lobe ihn.
  4. Um die Hinterbeine zu dehnen, hebe sie nacheinander mit deiner Hand für einige Sekunden an und stütze das Knie mit deiner zweiten Hand.
  5. Zum Schluss gibt es den Platz-Steh-Wechsel, bei dem dein Hund zwischen liegen und stehen abwechselt. Falls dein Hund Probleme mit dem Steh hat, einfach wieder nach vorne locken.
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Positionswechsel Sitz, Steh, Platz und Beine dehnen

Übungen mit dem Balancekissen

Für diese Übungen brauchst du ein Balancekissen, das du in diversen Hundeshops findest. Zum Ausprobieren kannst du ein normales Kissen oder eine zusammengerollte Decke nehmen. Es soll eine weiche Erhöhung sein, auf der dein Hund mit beiden Vorderpfoten Platz hat.

  1. Am Beginn soll sich der Hund mit den Vorderpfoten auf das Kissen stellen. Dann wieder runter vom Kissen und die Übung einige Male wiederholen. Für viele Hunde ist das am Beginn nicht einfach, bevor sie verstehen, dass sie mit den Vorderpfoten auf dem Kissen bleiben sollen. Mit Geduld und Belohnen meistert ihr diese Übung.
  2. Zur Rumpfdehnung soll der Hund mit den Vorderpfoten auf dem Kissen stehen und ein Leckerli auf Höhe der Schulter oder auf Höhe der Hüfte essen. Im Video weiter unten siehst du, wie das aussieht.
  3. Jetzt sind die Hinterpfoten dran. Locke deinen Hund am Beginn nach vorne, bis er mit den Hinterläufen auf dem Kissen bleibt, dann loben, wieder runterlocken und wiederholen. Du kannst deinen Hund auch rückwärts auf das Kissen schicken, was für viele Hunde eine schwierigere Übung ist.
  4. Mache zur Rumpfdehnung dieselbe Übung wie vorhin bei den Vorderpfoten, nur mit den Hinterpfoten auf dem Kissen.
  5. Zum Schluss kannst du deinen Hund in beide Richtungen drehen lassen. Der Hund stellt sich mit den Vorderpfoten auf das Kissen und dreht sich mit den Hinterbeinen einmal im Uhrzeigersinn, dann gegen den Uhrzeigersinn. Dann dasselbe mit den Hinterbeinen auf dem Kissen.
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Übungen mit dem Balancekissen

Muskelaufbau für Hunde: Training und Spaß

Muskelaufbau bietet viel Abwechslung für deinen Hund und dich. Es trainiert alle Muskelgruppen und ist eine prima Ergänzung zum Spaziergang und zum Spielen.

Die gezeigten Übungen sind nur ein kleiner Teil in der Welt des Muskelaufbaus. Für mehr Übungen empfehle ich das Buch von Silke Stricker: Körperarbeit mit dem Hund. Hier sind die Übungen Schritt für Schritt beschrieben und sie erklärt, wie du die Übungen aufbaust und warum sie wichtig sind.

Kennst du weitere Übungen zum Muskelaufbau? Schreibe sie gerne in die Kommentare!

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Das sagen unsere Kunden

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Nach nur 4 Wochen kann ich bereits sehr große Verbesserungen beim Laufen, beim Aufstehen und in ihrer allgemeinen Gemütslage erkennen. Ylvi ist nun wieder eine fröhliche 8jährige Entlebucher Sennenhündin
Simone Hanke
Schade dass ich dieses Produkt nicht schon früher entdeckt habe. Auch Freunde merken den Erfolg und begrüßen meine Hündin mit den überraschten Worten: Wow Amy! So kenn ich dich ja gar nicht. Wie ein junger Hund 😀
Verena Wörister
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4 Kommentare zu “Übungen zum Muskelaufbau

    • Philipp sagt:

      Hallo Simone,

      vielen Dank für deine Rückmeldung! 🙂 Freut mich wirklich sehr!

      Viele Grüße,
      Philipp von Dog-Native

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