OCD beim Hund – so kannst Du Deinem Hund sofort helfen!

OCD beim Hund verursacht starke Schmerzen. Einige Hunderassen sind häufiger daran erkrankt als andere. Doch wie kann ich bei OCD meinem Hund helfen? – das erfährst Du hier!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was ist OCD?

Bei OCD sind meist die großen Gelenke betroffen. Darunter fallen Ellenbogen-, Sprung-, Schulter- und Kniegelenke. Das Skelett Deines Hundes besteht nicht nur aus Knochen. Es besteht auch auch aus weichem Knorpelgewebe. Dieses verknöchert in der Wachstumsphase. Dadurch wird das Skelett gefestigt und eine optimale Sauerstoffversorgung ermöglicht. Wachsende Knorpel werden durch diese Verknöcherung optimal mit Sauerstoff versorgt.

OCD beim Hund
OCD verursacht starke Schmerzen

OCD verhindert die Verknöcherung des Knorpels im Wachstum. Somit verfestigt sich das Gelenk nicht. Infolgedessen wird wachsender Knorpel nicht gut mit Sauerstoff versorgt. Das führt zum Absterben dieser Knorpel, wobei das tote Gewebe abgestoßen wird. Teile des Gelenkknorpels splittern ab und schwimmen als sogenannte „Gelenkmäuse“ im Gelenk. Diese „Gelenkmäuse“ führen zu schmerzhaften Entzündungen.

Ursachen von OCD

OCD beim Hund kann vielerlei Ursachen haben. Erbfaktoren können eine Ursache für OCD sein. Genauso können die Gelenkschäden durch zu rasche Beanspruchung oder Überlastung auftreten. Es ist daher wichtig, den jungen Hund nicht zu stark zu fordern und ihm genug Pausen zu gönnen.

Zu viel energiereiches Futter fördert rasches Wachstum der Welpen und der Gelenke. Die Gelenke sind dadurch zu schnell hoher Belastung ausgesetzt. Dadurch können Gelenkprobleme und OCD entstehen können.

Besonders anfällige Rassen für OCD

Erfahrungsgemäß sind große Hunderassen häufig von OCD betroffen, wie zum Beispiel:

  • Deutsche Dogge und Deutscher Boxer
  • Deutscher und Belgischer Schäferhund
  • Neufundländer
  • Rottweiler
  • Golden Retriever
  • Labrador

Symptome bei OCD

Die ersten Symptome dieser Knochenwachstumsstörung sind bereits im Welpenalter (4. bis 7. Monat) erkennbar. In dieser Zeit wächst der Hund schnell. Infolgedessen muss das Skelett starken Belastungen standhalten.
Das wichtigsten Symptome sind:

  • plötzliche Lahmheit Deines Hundes
  • wenig Lust auf Bewegung
  • Schmerzen beim Gehen
  • Meidung von Bewegungen
  • unsauberer Gang
  • angeschwollene Gelenke

Erkennst Du die ersten OCD-Symptome bei Deinem Hund, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen. Eine genaue Diagnose kann nur mit einer Röntgenuntersuchung oder MRT erbracht werden.

Behandlungsmethoden von OCD

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden mit denen der Gelenkschaden behandelt werden kann. Grundsätzlich gibt es aber zwei Möglichkeiten. Die konservative Methode oder die chirurgische Behandlung. Welche Methode gewählt wird, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wie ist der Allgemeinzustand des Hundes?
  • Welche Symptome zeigt er?
  • Wie groß ist das Ausmaß des Gelenkschadens?

Konservative Methode

Die konservative Methode kommt bei milden Symptomen zum Einsatz. Dabei wird versucht, das betroffene Gelenk komplett ruhig zu stellen. Dies geschieht über einen längeren Zeitraum. Dadurch können vorhandene Risse ausheilen. Auch eine strikte Diät ist empfehlenswert.

Schmerzmittel sind in dieser Zeit für Deinen Hund tabu. Ohne Schmerzen wird sich Dein Hund wieder mehr bewegen. Dies kann sich nachteilig auf den Erfolg der Methode auswirken. Deshalb zeige Deinem Hund, dass Du für ihn da bist und stehe die Zeit mit ihm gemeinsam durch.

Des Weiteren verschreibt der Tierarzt meistens entzündungshemmende Medikamente sowie Krankengymnastik. Durch Krankengymnastik wird das verkrampfte Gelenk gelockert und das verklebte Muskelgewebe gelöst.

Operative Behandlung

Bei schwereren Symptomen wird auf die chirurgische Behandlung gesetzt. Diese läuft folgendermaßen ab:

  1. Die betroffene Gelenkkapsel wird geöffnet
  2. Abgebrochene Knorpelteile werden entfernt
  3. Vorhandene Risse im Knopel werden geglättet

Nach dieser Operation muss das betroffene Gelenk ruhig gehalten werden. Nach dreimonatiger Ruhephase folgt mit Krankengymnastik ein langsamer Muskelaufbau.

Vorbeugen von OCD

Zu viel Toben kann große Auswirkungen auf die Gelenke eines Welpen haben. Dadurch entstehen Risse im Knorpelgewebe. Gib Deinem Hund daher genug Verschnaufpausen und führe ihn langsam an mehr Bewegung heran.

Es ist außerdem sehr wichtig, auf die richtige Ernährung zu achten. Zu viel energiereiches Futter kann das Wachstum Deines Welpen stark beeinflussen. Die Folge kann OCD sein. Auch Nahrungsergänzungsmittel können zur Unterstützung des Bewegungsapparates eingesetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.