5 Tipps, wenn dein Hund keine Treppen mehr laufen möchte

Warum Hunde keine Treppen mehr laufen möchten, kann viele Ursachen haben. Oft verweigern sie die Stufen wegen Angst oder Schmerzen. Mit ein paar Tricks und Hilfen überwindet jeder Hund die Stufen.

Ursachen abklären

Bevor du deine Wohnung umbaust oder umziehst, lass deinen Hund vom Tierarzt untersuchen. Ihr müsst herausfinden, ob Schmerz oder Angst (oder beides) hinter dem Verweigern der Treppe stecken. Mit dem Tierarzt findet ihr heraus, ob die Probleme mit Treppen gesundheitliche Ursachen haben oder nicht.

Ob und wie dein Hund Treppen steigt, hängt auch von Alter und Rasse ab. Ein langbeiniger Ridgeback überwindet Stufen bequemer als ein kurzbeiniger Dackel. Hunde mit kurzen Beinen hüpfen Treppen gerne hoch und runter, was eine größere Belastung für den Bewegungsapparat ist.

Welpen und Junghunde sollten wenige oder keine Treppen steigen. Es belastet die Gelenke und kann später zu Arthrose führen. Im Alter wird alles ein bisschen schwerer: Muskelatrophie, Gelenkprobleme und schlechtes Sehen tragen zum mulmigen Gefühl bei Treppen bei.

Wenn dein Hund keine Treppen mehr laufen möchte
Hunde verweigern Treppen wegen Angst oder Schmerzen

Wenn dein Hund Angst vor Treppen hat

So manche große oder steile Treppe ist für Hunde ein Gruselmonster. Offene Treppen und zu glatte Stufen bereiten Hunden ebenso Schwierigkeiten. Rutschen sie aus, verweigern Hunde die Treppe aus Angst. Vielleicht hast du dir selbst einmal wehgetan und dein Hund hat das mitbekommen. Es gibt Tricks, die deinen Vierbeiner mit Mut ausstatten.

1. Offene und glatte Treppen

Bei offenen Treppen rutschen Hunde leicht durch. Mit Brettern kannst du die offenen Stellen abdecken. So sieht die Treppe nicht mehr so gruselig aus. Ein Teppich auf glatten Stufen gibt Hunden mehr Halt.

2. Mit Futter locken

Versuche es mit Futterbrocken und Leckerlis. Lege eine Leckerlispur die Treppe hoch und lobe deinen Hund, sobald er eine Kralle auf die Stufe stellt.

3. Ein Hundekollege als Vorbild

Hat dein Hund einen vierbeinigen Freund, der Treppen mühelos überwindet? Lade ihn zur Treppe der Verdammnis ein und lass ihn die Stufen rauf und runter laufen. Hunde ahmen andere Hunde nach und sehen, dass sie keine Angst haben müssen.

Gelenkprobleme oder Verletzungen als Ursache

Hunde mit fortgeschrittener Arthrose bewegen sich steif und das Treppensteigen ist mühsam und schmerzhaft. Es gibt mehrere Arten, wie du deinen Hund unterstützen kannst. Auch für Verletzungen, nach Operationen oder bei Hunden mit Behinderung gibt es Lösungen.

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4. Tragehilfen

Mit einem Geschirr oder Gurt kannst du deinen Hund beim Treppensteigen unterstützen. Sie lassen sich an den Hundekörper anpassen und haben eine große Auflagefläche. Das vermindert Druckstellen. An der Rückenpartie sind Griffe befestigt, damit du deinen Hund leicht anheben kannst.

Beim Tragegeschirr gibt es zwei Varianten: Einteiler und Zweiteiler. Mit einem einteiligen Geschirr entlastest du das Gesamtgewicht. Ein zweiteiliges Geschirr entlastet gezielt Vorder- oder Hinterläufe. Sie sind besser geeignet, wenn dein Hund an einer bestimmten Stelle Probleme hat.

Tragegurte sind einfacher anzulegen als Tragegeschirre. Beim Geschirr muss der Hund mit allen vier Beinen durch die Öffnungen. Der Gurt bietet weniger Halt, ist aber eine unkomplizierte Lösung.

Tragehilfen sind für Besitzer ungeeignet, die Rückenprobleme haben und viele Treppen laufen müssen. Für eine kurzfristige Verwendung (z.B. nach einer Operation) sind Tragehilfen prima Lösungen. Bei dauerhaften Problemen entlasten Treppenhilfen Besitzer und Hunde.

5. Treppenhilfen

Treppenhilfen sind zum Teil teuer in der Anschaffung. Wenn dein Hund dauerhaft Probleme mit dem Treppensteigen hat, lohnt sich eine Investition.

Rampen lassen sich maßanfertigen, damit sie auf die Treppe passen. Achte bei der Oberfläche auf rutschfestes Material, vor allem bei Außentreppen.

Seniorenlifte helfen nicht nur Menschen. Du kannst sie mit einem Hundekorb oder einer Plattform aufrüsten und an deinen Hund anpassen. Treppenlifte sind der Cadillac unter den Hilfen und kein Schnäppchen. Mittlerweile gibt es Firmen, die Hundelifte herstellen und perfekt auf Treppe und Hund abstimmen.

Die Treppe: Ein überwindbares Hindernis

Angst vor Treppen oder Schmerzen beim Stufensteigen erfordern Geduld. Mit ein paar Tricks und Hilfen bauen Hunde Vertrauen auf und überwinden Stufen schmerzfrei und ohne Angst.

Hat dein Hund einmal eine Treppe verweigert? Wie hast du ihm geholfen? Schreibe es gerne in die Kommentare!

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4 Kommentare zu “5 Tipps, wenn dein Hund keine Treppen mehr laufen möchte

  1. ELKE sagt:

    Unser Labrador 8,5 Jahre alt ist unsere sehr steile Treppe immer gelaufen und verweigert jetzt komplett das runterlaufen !! Denke Angst und schlechter sehen sind die Ursachen also muss eine Lösung her…….

  2. Frischknecht E. sagt:

    Der grosse Hund von meiner Tochter muss täglich mehrmals fünf Treppen rauf und runter. Der Hund ist ein Mischling, Schäfer, Boxer u evtl. Labrador. Schon 11 Jahre alt.sie mussten eine günstigere Wohnung finden.

    Leider Liegt da kein Lift drin.

    Er geht schon rauf und runter aber man merkt es, es macht ihm Beschwerden.

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