Haarausfall beim Hund – was du tun kannst, wenn dein Hund Fell verliert

Schon wieder liegt ein dickes Haarbüschel vor meinen Füßen. Meine Hündin Jule verliert so viel Fell, dass ich mit dem Bürsten kaum hinterher komme. Dauernd zupfe ich lose Haare raus. Ist das normal? Fehlt ihr irgendetwas? Oder liegt es an den Temperaturen?

Vermutlich stellst du dir die gleichen Fragen, wenn auch dein Hund unter Haarausfall leidet. In diesem Artikel findest du die Antworten darauf und ich verrate dir, was du tun kannst.

Die Ursachen für Haarausfall beim Hund

Wieso ein Hund stark haart, kann verschiedene Gründe haben. Im Frühjahr und Herbst ist Haarausfall normal, da in dieser Zeit der Fellwechsel stattfindet. Bei manchen Tieren ist dieser sehr ausgeprägt und sie werfen ganze Büschel von sich. Bei anderen merkst du kaum etwas davon. Wie intensiv der Haarausfall ist, kann zudem saisonal variieren. Im Frühjahr verliert dein Hund sein wärmendes, dichtes Winterfell. Im Herbst hingegen ist es sein dünneres Sommerfell, das nun Platz für das Winterkleid macht. Unterstützen kannst du ihn beim Fellwechsel, indem du ihn regelmäßig in Richtung der Fellwuchsrichtung bürstest.

Verliert dein Hund auch außerhalb dieser typischen Zeiten viele Haare? Dann können dafür die folgenden Ursachen in Frage kommen.

  1. Stress
    Wieso ein Hund unter Stress steht, ist individuell verschieden. Vielleicht ist er gerade erst bei dir eingezogen oder du hast einen Zweithund aufgenommen. Auch ein Umzug kann für dein Tier Stress bedeuten und Haarausfall nach sich ziehen.
  2. Allergie
    Möglich ist, dass dein Hund sein Futter nicht verträgt oder darauf allergisch reagiert. Oft sind damit auch ein stumpfes Fell sowie Juckreiz verbunden.
  3. Hormone
    Die Hormone haben einen großen Einfluss auf den Organismus deines Hundes. Ein Ungleichgewicht kann zum Beispiel entstehen, wenn er kastriert wurde, trächtig ist oder sich in der Pubertät befindet. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann eine Ursache für den Haarausfall sein.
  4. Parasiten
    Die kleinen Krabbelwesen wie Flöhe oder Milben verursachen Juckreiz. Dein Hund wird sich deshalb vermehrt kratzen, an sich knabbern oder lecken. Dieses Verhalten reizt seine Haut. An den betroffenen Stellen fallen die Haare nicht aus, sondern brechen vielmehr ab.
  5. Nährstoffmangel
    Fehlen deinem Hund Nährstoffe, kann sich dies durch Haarausfall bemerkbar machen. Wichtig für ein gesundes Fell ist beispielsweise Eiweiß. Dieses unterstützt die Produktion von Keratin, das zu den Hauptbestandteilen eines Haares zählt. Leidet dein Hund unter einem Nährstoffmangel, benötigt er unter Umständen spezielle Zusätze oder ein anderes Futter.
  6. Pilzbefall
    Hat dein Tier kahle, kreisrunde Stellen an seinem Körper? Dann kann dies ein Hinweis auf einen Pilzbefall sein. Da dieser hochgradig ansteckend ist, solltest du deinen Hund unbedingt von einem Tierarzt behandeln lassen. Wichtig ist es zudem, dass du auf absolute Hygiene achtest. Dazu gehört es, seine Decken und seinen Schlafplatz , aber auch das Spielzeug zu waschen und zu desinfizieren.
  7. Wurmbefall
    Bei ungewohnt starkem Haarausfall solltest du auch einen Wurmbefall in Betracht ziehen.

Symptome in Verbindung mit Haarausfall beim Hund

Mit all diesen möglichen Ursachen sind unterschiedliche Symptome verbunden. Ihre Ausprägung kann von Tier zu Tier variieren. Der eine Hund flippt bei einem Floh im Fell vollkommen aus, den anderen lässt es kalt.

Häufige Anzeichen sind:

  • schuppige Haut,
  • häufiges Schlecken,
  • gerötete Stellen,
  • Juckreiz,
  • beißen oder knabbern an bestimmten Hautstellen.

Fallen dir solche Symptome in Verbindung mit starkem Haarausfall auf, solltest du deinen Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen. Behebst du die Ursachen, wirkt sich das auch auf den Haarausfall aus.

Das kannst du tun, wenn dein Hund Fell verliert

Nicht nur zu Zeiten des Fellwechsels solltest du deinen Hund regelmäßig bürsten. Auf diese Weise entfernst lose Haare und regst gleichzeitig das Wachstum des neuen Fells an. Bei einem langhaarigen Hund beugst du durch das Bürsten zudem Verfilzungen vor. Achte bei der Wahl der Bürste darauf, dass sie auf das Fell deines Tieres abgestimmt ist. Wichtig ist es jedoch auch, dass dein Hund sie als angenehm empfindet und sich beim Bürsten wohlfühlt.

Je nach Grund für den starken Haarausfall gibt es unterschiedliche Lösungswege. Sind Parasiten die Ursache, müssen diese beseitigt werden. Dies gilt auch für Würmer. Welches Mittel sich für deinen Hund eignet, besprichst du am besten mit einem Tierarzt.

Liegt eine Unverträglichkeit oder Allergie gegen das Futter vor? Dann gilt es herauszufinden, welche Stoffe dein Hund nicht verträgt. Dabei kann dir eine Ausschlussdiät helfen. Um sicher zu sein, dass dein Hund ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, kannst du den Rat deines Tierarztes oder einer Ernährungsberaterin für Hunde hinzuziehen.

Ist der Haarausfall hormonbedingt, solltest du ein wenig abwarten und deinen Hund in dieser Zeit genügend bürsten. Es kann sein, dass sich der Hormonhaushalt von alleine reguliert. Bleibt das Problem über einen längeren Zeitraum bestehen, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen.

Steht dein Hund unter Stress und verliert deswegen sein Fell? Dann hilf deinem Hund, sich zu entspannen und gönne ihm viel Ruhe. Unter großem Stress stehen auch Tiere, die dauernd Angst haben. Hier ist es ebenfalls notwendig, die Ursache zu beheben. Dies bedeutet, am Angstauslöser zu arbeiten, damit dein Hund Sicherheit gewinnt.

Haarausfall beim Hund – normal oder krankhaft?

Verliert dein Fellfreund vor allem im Frühjahr oder Herbst seine Haarpracht, hat dies vermutlich mit dem saisonbedingten Fellwechsel zu tun. In diesem Fall besteht kein Grund zur Sorge. Zeigt er jedoch Symptome wie Juckreiz, starkes Kratzen oder Lecken, kann der Haarausfall krankheitsbedingt sein. Auch Parasiten oder Würmer können ein Auslöser sein. Der Besuch beim Tierarzt sollte hier oberste Priorität haben, um die passenden Maßnahmen zu treffen.

Welche ultimativen Tipp hast du gegen Haarausfall beim Hund?

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