Omega-3-Fettsäuren bei Gelenkproblemen

Gelenkerkrankungen sind eine der häufigsten Beschwerden unserer Vierbeiner. Um sie zu lindern, sind oft Nahrungsergänzungen eine Lösung. Studien zeigen, dass vor allem Omega-3-Fettsäuren Symptome und Schmerzen lindern.

Arthritis und Arthrose

Jedes Gelenk im Hundekörper besteht aus Kopf und Pfanne. Knorpel und Gelenkflüssigkeit dienen dazwischen als Stoßdämpfer, damit die blanken Knochen nicht aneinander reiben.

Entzündet sich das Gelenk, hat dein Hund Arthritis und es können bleibende Gelenkschäden folgen. Der Knorpel wird dünner und dient nicht mehr als Stoßdämpfer. Kommen die Entzündungen wieder und löst sich der Knorpel weiter auf, entsteht Arthrose.

Bei diesem Verschleiß des Gelenkknorpels kommt es zu weiteren Entzündungen. Diese führen zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Um die schmerzende Stelle auszugleichen, belasten die Hunde Muskeln falsch, was zu noch mehr Beschwerden führt. Die Hunde bewegen sich weniger, was die Arthrose schlimmer macht. Ein Teufelskreis.

Der entstandene Schaden lässt sich nicht rückgängig machen. Es gibt aber Methoden, die das Fortschreiten des Verschleißes verlangsamen.

Das Ziel bei der Behandlung ist, die Beschwerden zu lindern. Weniger Schmerzen führen zu mehr Bewegung, was zur Produktion von Gelenkflüssigkeit führt. Sie dient als Schmiermittel zwischen den Knorpeln.

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Warum kommt es zu Entzündungen im Gelenk?

Entzündungen haben eine wichtige Aufgabe. Sie sind eine Immunreaktion auf Reize (z.B. Fremdkörper) und der Körper versucht, diese Reize zu beseitigen. Oft ist es ein Knorpelschaden, auf den das Immunsystem reagiert, weil es die losen Knorpelteile als Fremdkörper bekämpft.

Zu Knorpelschäden kommt es oft durch eine übermäßige oder falsche Belastung der Gelenke. Typische Ursachen sind:

  • Gelenkfehlstellungen (z.B. Dysplasien)
  • Genetisch bedingte Knorpelveränderungen (z.B. Osteochondrosis dissecans)
  • Übermäßige Belastung (z.B. Sport oder Übergewicht)
  • Knorpelverletzungen (z.B. durch einen Unfall)

Das Hormon Prostagladin E2 ist an den Entzündungsprozessen und der Entstehung der Schmerzen beteiligt. Es gibt Stoffe, die das Hormon hemmen.

Pfötchen geben, laufen und Co.: Dafür brauchen Hunde gesunde Gelenke. Omega-3 kann helfen.

Omega-3-Fettsäuren

α-Linolensäure ist eine essenzielle Omega-3-Fettsäure, der Körper stellt sie nicht selbst her. Die Fettsäure muss durch das Futter in den Hundekörper. Auch Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure, ist essenziell. Dabei ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 entscheidend.

Omega-6 kommt öfter in der Nahrung vor. Wenn es einen Überschuss an Omega-6 gibt, hemmt es die Omega-3-Fettsäuren. Außerdem fördert Omega-6 Entzündungen, was unsere Hunde bei Arthrose nicht gebrauchen können.

Für mehr Omega-3 kannst du einige Nahrungsmittel zufüttern.

Fischöl

Fischöl enthält viel Omega-3. Es ist als Öl oder in Kapselform erhältlich. Reines Lachsöl ist die beste Wahl, weil Lachs von allen Fischen am meisten Omega-3 hat. In anderen Fischölen sind verschiedene Fischarten zusammengewürfelt, mit unterschiedlichen Anteilen an Omega-3.

Achte beim Kauf von Lachsöl darauf, dass es kaltgepresst ist. Das ist das schonendste Verfahren, bei dem die Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.

Dosierung: Beachte die Angaben des Herstellers. Als Richtlinie gilt ein Teelöffel pro 10 Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

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Pflanzenöl

Auch Pflanzenöle enthalten Omega-3, wobei Leinöl den höchsten Gehalt hat. Pflanzenöl ist eine Alternative, wenn dein Hund eine Allergie oder Unverträglichkeit hat. Greife sonst auf hochwertiges Lachsöl zurück. Es ist in der Anschaffung teurer aber besser, weil pflanzliche Fettsäuren im Körper erst umgewandelt werden. Bei diesem Prozess geht ein Teil der Wirkung verloren.

Grünlippmuschel

Die Grünlippmuschel kommt aus Neuseeland und gehört zur Familie der Miesmuscheln. Neben Omega-3 enthält die Muschel Glykosaminoglykane. Diese kommen im Knorpelgewebe und in der Gelenkflüssigkeit vor. Sie helfen dem beschädigten Gelenk, nicht weiter zu verschleißen.

Grünlippmuscheln sind als Pulver, Extrakt, in Kapselform oder Salben erhältlich. Achte beim Kauf darauf, dass das Produkt nur aus Muschel besteht und die gesamte Muschel verarbeitet wurde. Das garantiert, dass ein hoher Anteil der entzündungshemmenden Stoffe vorhanden ist.

Studien zu Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren hemmen das Hormon Prostagladin E2 und helfen, die Beschwerden zu lindern. Zur Wirkung von Omega-3 gibt es mehrere Studien.

In einer Studie mit 74 Hunden, die an Arthrose litten, wurde einer Hälfte der Hunde ein Öl mit Omega-3-Fettsäuren verabreicht (69 mg pro kg Körpergewicht pro Tag). Die Kontrollgruppe bekam ein Placebo, ein Öl ohne Omega-3.

Ärzte untersuchten die Hunde am Beginn, in der Mitte (an Tag 42) und am Schluss der Studie (an Tag 84).

Alle Daten der Hunde mit Omega-3 verbesserten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe. Allgemeine Beschwerden wie Lahmheit und Schmerzen reduzierten sich und es waren weniger entzündungsfördernde Stoffe im Blut nachzuweisen.

Weitere Studien kamen zu einem ähnlichen Ergebnis.

Probleme mit den Gelenken: eine Hundevolkskrankheit

Gelenkerkrankungen sind leider für viele Hunde tägliche Begleiter. Mit Omega-3-Fettsäuren hilfst du deinem Vierbeiner, die Beschwerden zu lindern und die Gelenke stabil zu halten.

Sprich mögliche Präparate immer mit dem Tierarzt ab, damit ihr gemeinsam dem Knorpelverschleiß den Kampf ansagt.

Kennst du Hunde, die mit Omega-3-Fettsäuren ihre Beschwerden lindern konnten? Schreibe es gerne in die Kommentare!

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