(Alter) Hund ist unruhig und wechselt ständig den Platz

So, endlich liegt er! Oder etwa doch nicht? Zum wiederholten Male steht dein tierischer Freund auf und legt sich woanders hin. Er scheint nicht zur Ruhe zu kommen und du fragst dich, woran das liegt.

In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Gründe, wieso dein Hund unruhig ist und sich einen anderen Platz sucht. Ich verrate dir auch, was du jeweils machen kannst, um ihm zu helfen.

Mögliche Ursachen für Unruhe beim Hund

Du hast mit deinem Fellfreund einen schönen Spaziergang unternommen und jetzt müsste er müde sein. Doch statt sich auszuruhen, steht er immer wieder auf und sucht sich eine neue Liegestelle. Wieso macht er das?

Vielleicht schläft dein Liebling seit kurzem auch nicht mehr an seinem gewohnten Platz und dir kommt sein Verhalten seltsam vor.

Die Gründe für Unruhe beim Hund sind sehr verschieden. Während es bei Welpen nicht ungewöhnlich ist, dass sie oft den Platz wechseln, gibt es auch ernste Ursachen. Dazu zählen beispielsweise der Befall mit Parasiten, Probleme mit dem Herzen oder Inkontinenz.

Im folgenden Abschnitt stelle ich dir die häufigsten Gründe und sinnvolle Maßnahmen vor.

Angst und Stress

Ist etwas im Umfeld deines Hundes passiert, vor dem er sich erschreckt hat? Habt ihr vor kurzem die Wohnung gewechselt? Ist dein tierischer Freund erst neu bei dir eingezogen und noch unsicher? Wenn ein Hund Angst oder Stress hat, kann er schwer abschalten. Unruhiges Verhalten ist somit eine direkte Folge.

Wichtig ist es, den Auslöser herauszufinden und daran geduldig zu trainieren. Ist dein Schatz insgesamt ängstlich, empfehle ich dir gezieltes Entspannungstraining sowie Übungen, um sein Selbstvertrauen zu stärken. Hole dir dazu am besten einen positiv arbeitenden Hundetrainer an deine Seite, der euch unterstützt.

Kalte oder heiße Temperaturen

Sowohl Hitze als auch Kälte kann dazu führen, dass dein Fellfreund unruhig ist. Unter Umständen zieht es an der Stelle, wo sich sein Liegeplatz befindet oder es ist dort zu warm.

Ist es einem Hund zu kalt, zeigt er oft diese Anzeichen:

  • Er zittert.
  • Er rollt sich ganz klein zusammen.
  • Er sucht einen warmen Platz in der Sonne oder auf einem Teppich und/oder Körperkontakt.

Ob es ihm zu warm ist, erkennst du zum Beispiel daran:

  • Er hechelt stark.
  • Er legt sich auf den kalten Fußboden.
  • Er liegt in einer sehr ausgestreckten Position.

In beiden Fällen kannst du ihm durch kleine Veränderungen Erleichterung verschaffen.

Friert er, braucht er ein wärmeres Körbchen, eine zusätzliche Decke oder Kleidung wie einen Hundepulli. Sorge außerdem dafür, dass sein Liegeplatz vor kalter Zugluft geschützt ist.

Wenn es ihm zu warm ist, kann eine spezielle Kühldecke hilfreich sein. Vielleicht steht sein Körbchen auch zu nah an der Heizung, in der Sonne oder am Ofen. Dies kannst du leicht herausfinden und entsprechend darauf reagieren.

Gesundheitliche Beschwerden

Es kann sein, dass dein Hund Schmerzen durch Arthrose hat. Längeres Liegen ist für ihn unangenehm, deshalb steht er immer wieder auf. Was betroffene Tiere meistens gerne mögen, sind gut gepolsterte, weiche Körbchen. In diesem Artikel erfährst du, woran du Gelenkprobleme erkennst.

Zu den gesundheitlichen Problemen zählt auch Alzheimer. Viele demente Hunde haben einen veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus und sind vor allem abends unruhig. Hier kannst du nachlesen, welche Symptome auf Demenz hindeuten und was du machen kannst.

Für Unruhe kommen auch Infektionen der Harnwege, Magen-Darm-Erkrankungen, die Läufigkeit oder Tumore infrage.

Verbunden sind gesundheitliche Probleme oft mit :

  • Lautäußerungen wie Winseln oder Jaulen,
  • einer veränderten Körper- und Schonhaltung,
  • Auffälligkeiten am Körper wie Schwellungen.

Wenn du solche Dinge beobachtest, besprich diese am besten mit deinem Tierarzt. Durch eine entsprechende Behandlung der Erkrankung kann auch die Unruhe gelindert oder ganz beseitigt werden.

Zu viel Energie oder Langeweile

Bekommt dein Liebling genug körperliche und geistige Beschäftigung? Ein gelangweilter Hund möchte sich nicht ausruhen, er will ausgelastet werden. Dazu sind keine ultralangen Spaziergänge nötig. Oft kommt es mehr darauf an, dem Hund eine Aufgabe für seinen Kopf zu stellen. Wie müde intensives Denken macht, kennst du bestimmt aus eigener Erfahrung.

Zur geistigen Beschäftigung eignen sich zum Beispiel Intelligenz-Spielzeuge, Suchspiele und auch das Üben von Tricks. All das kannst du im Haus machen und musst dafür nicht extra rausgehen.

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Einsamkeit

Welpen mögen es meistens nicht, von ihrer Bezugsperson getrennt zu sein. Sie benötigen noch viel Nähe, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Doch auch ein älterer Hund kann darunter leiden, wenn er alleine ist. Helfen kannst du deinem Schatz zum Beispiel, indem er mit dir im gleichen Raum schlafen darf. Darüber hinaus solltest du mit ihm in kleinen Schritten das Alleinsein üben.

Wichtig zu wissen: Ein zweiter Hund ist nicht zwingend die geeignete Lösung gegen Einsamkeit. Manche Hunde freuen sich über das Zusammenleben mit einem Artgenossen, für andere ist und bleibt der intensive Kontakt zu ihrem Menschen entscheidend.

Instinktives Verhalten

Einige Hunderassen wurden dafür gezüchtet, aufzupassen und zu bewachen. Sie sind auch im Ruhezustand aufmerksam und hellhörig. Ein solcher Vierbeiner schläft selten lange an einem Stück, sondern eher verteilt über viele Phasen. Unruhe ist bei ihm möglicherweise ein Anzeichen dafür, dass er etwas wahrgenommen hat.

Fazit: Unruhe beim Hund

Du siehst, Unruhe ist ein Symptom, das viele Gründe haben kann und nicht alle davon sind schwerwiegend. Manche lassen sich durch kleine Maßnahmen aus der Welt schaffen. Bei anderen brauchst du die Unterstützung eines Tierarztes, Tierphysiotherapeuten oder Hundetrainers. Gerade bei Schmerzen ist es wichtig, deinem Liebling mit einer entsprechenden Behandlung das Leben zu erleichtern, damit er sich wieder entspannen und ausruhen kann.

Kennst du es von deinem Hund, dass er immer wieder den Platz wechselt? Was ist bei hm der Grund dafür? Teile deine Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren.

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