Barfen für Anfänger – die besten Tipps kostenlos

Barfen für Anfänger ist ganz einfach, wenn Du dabei einige Regeln beachtest. BARF bildet das natürliche Fressverhalten der Wölfe ab und findet bei Hundebesitzern immer mehr Beliebtheit. Grund dafür ist oft, dass Hundebesitzer nicht genau wissen, was genau im (Industire-)Hundefutter drin steckt. Bei BARF, weißt Du genau was Dein Hund frisst und Du kannst Deinen Hund ganz individuell, an seine persönlichen Bedürfnisse angepasst, ernähren.

Barfen für Anfänger – der erste Schritt

Barfen für Hunde
Anfangs sollten kleine Fleischstücke gefüttert werden!

Du hast Dich also dazu entschieden, Deinen Hund BARF zu füttern. Das ist eine sehr gute Entscheidung. Niemand möchte irgendwelche unerwünschten Zusätze oder Geschmacksverstärker im Napf seines Hundes. Nun stellt sich aber wie Frage, wie stell ich am besten auf BARF um?

Gesunde Hunde

Bei gesunden Hunden ist der Umstieg auf BARF eigentlich ganz einfach, denn es kann sofort von einem auf den anderen Tag auf BARF umgestellt werden.

Hunde mit empfindlicher Verdauung

Bei Hunden mit empfindlicher Verdauung sollte die Umstellung auf BARF Schritt-für-Schritt über mehrere Wochen erfolgen. So hat der Organismus des Hundes genug Zeit, sich auf die Ernährungsumstellung einzustellen. Bei zu schneller Futterumstellung kann es beispielsweise zu Bauchschmerzen beim Hund führen.

So sehen die ersten Fütterungen aus

Anfangs sollten kleinere Fleischstücke gefüttert werden. Des weiteren sollte mit leicht verdaulichem Fleisch, wie beispielsweise Geflügel, gestartet werden. Kleine Fleischstücke sind wichtig, da Hunde am Anfang oft nicht wissen, was sie mit großen Fleischbrocken anstellen sollen. Auch auf Knorpel oder Knochen sollte in der Anfangszeit verzichtet werden. Sobald sich Dein Hund an die neue Ernährung gewöhnt hat, kannst Du damit anfangen, Knorpel oder Knochen zu füttern. Sind die ersten Wochen gut verdaulich verlaufen, kannst Du Deinem Hund nach und nach auch anspruchsvolleres, beispielsweise ein Herz, füttern.

Was darf ich bei BARF alles füttern?

Barfen für Anfänger - Lebensmittel
BARF besteht aus mehr als nur aus Fleisch!

Zum Barfen zählt mehr, als Deinem Hund nur rohes Fleisch und Knochen zu füttern. Auch Obst und Gemüse, sowie Innereien und Öle gehören von nun an zum Speiseplan des Hundes. Wichtig ist auch, dass abwechslungsreich gefüttert wird, da alle Komponenten von BARF verschiedene Nährstoffe haben, welche wichtig für Deinen Hund sind. Die wichtigsten BARF Bestandteile sind:

  • Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien, Fisch
  • Obst, Gemüse, Eier
  • Milchprodukte, Öle

Wie wird mein Hund auf BARF reagieren?

Es kann sein, dass es anfangs zu Verdauungsproblemen kommt. Der Organismus des Hundes muss sich erst mal, nach jahrelangem Fertigfutter, an die neue Ernährung gewöhnen. Falls Dein Hund Verdauungsprobleme bekommt, sollte langsam auf BARF umgestellt werden.

Des Weiteren wird Dein Hund wahrscheinlich weniger Wasser trinken und seltener und weniger Kot absetzen. Da Fleisch, Gemüse und Obst viel Wasser enthalten, wird Dein Hund weniger durstig. Das weniger Kot absetzen ist eine angenehme Folge von BARF. Da die neue frische Ernährung keine unnötigen Zusätze enthält, kann die Nahrung besser verstoffwechselt werden. Die Futterbestandteile können einfach besser verwertet werden, was zu einer geringeren Menge an Kot führt.

Das musst Du bei den jeweiligen BARF Komponenten beachten

Wie vorher schon erwähnt, ist Barfen für Anfänger gar nicht so schwer, wenn einige Dinge beachtet werden. Was genau Du bei den unterschiedlichen Lebensmitteln beachten musst, erfährst Du jetzt.

Fleisch

Du darfst Deinem Hund Rind, Geflügel, Hase, Ziege, Schaf, Lamm, Pferd und Wild füttern. Schweinefleisch sollte entweder gekocht oder gebraten gefüttert werden. Grund dafür ist, dass rohes Schweinefleisch oft den Aujetzky-Virus enthält, was für Hunde tödlich sein kann. Achte bitte beim Fleisch darauf, dass es nicht aus der Massentierhaltung kommt. Solche Tiere sind meistens vollgestopft mit Medikamenten, was sich auf Deinen Hund negativ auswirken kann.

Knochen

Knochen sollten von möglichst jungen Tieren gefüttert werden. Grund dafür ist, dass solche Knochen durch einen höheren Calciumgehalt weniger hart sind. Falls der Kot des Hundes beim Füttern von Knochen weiß wird, muss der Knochenanteil reduziert werden. Außerdem sollten Knochen nur in Kombination mit Fleisch gefüttert werden, da diese sonst sehr schlecht verdaut werden können.

Gemüse

Bei Gemüse sollte eine Abwechslung aus gekochtem und rohem Gemüse gefüttert werden. Zwar gehen beim Kochen einige Vitamine verloren, jedoch vertragen einige Hunde rohes Gemüse weniger gut als gekochtes.

Einige Obst- und Gemüsesorten sind leider giftig für Deinen Hund. Deshalb informiere Dich vor der Fütterung darüber. Eine Liste, welche Lebensmittel für Deinen Hund giftig sind, findest Du hier: Giftige Lebensmittel und Pflanzen für Hunde

So viel Futter bekommt Dein Hund

Dein Hund sollte ca. 2 bis 3 % seines eigenen Körpergewichts gefüttert bekommen. Anschließend musst Du beobachten, ob Dein Hund zu- oder abnimmt und die Menge entsprechend anpassen.

Der Fleischanteil sollte ca. ¾ ausmachen und der pflanzliche Anteil ¼. Da die BARF Bestandteile unterschiedliche Nährstoffe enthalten, welche alle wichtig für Deinen Hund sind, solltest Du abwechslungsreich füttern.

Welche Zusätze Du unbedingt füttern solltest, um ein Nährstoffdefizit zu verhindern, erfährst du hier: BARF Zusätze – so verhinderst Du ein Nährstoffdezifit!

Daher bekommst Du das Fleisch

Barfen für Anfänger - Fleisch
Fleisch von Weidetierhaltung ist zu bevorzugen!

Wir empfehlen Dir, das Fleisch vom lokalen Bauern oder der nächsten Metzgerei zu beziehen. Dort kannst Du sehen, wie die Tiere gehalten und gefüttert werden. Von Fleisch aus der Massentierhaltung ist unbedingt abzuraten! Auch solltest Du kein Fleisch vom Supermarkt kaufen, da Hunde gut auch Fleischstücke essen können, welche Menschen nicht essen wollen. Falls Du für Deinen Hund Fleisch aus dem Supermarkt kaufst, unterstützt Du, dass noch mehr Tiere geschlachtet werden und noch mehr Fleisch unnötig im Müll landet.

Wie Du siehst, ist Barfen für Anfänger gar nicht so schwer. Wenn Du Dich erst einmal in die Thematik eingelesen hast, kannst Du ganz einfach und schnell Futter für Deinen Hund zusammenstellen. Mehr zum Thema BARF und welche BARF-Mythen es gibt, haben wir Dir hier zusammengestellt: BARF für Hunde – das musst Du wissen!

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