Fahrradfahren mit Hund trotz Gelenkproblemen – darauf musst du achten

Mit dem Rad und dem Hund unterwegs zu sein, ist was Tolles. Du kannst größere Strecken als zu Fuß zurücklegen. Gleichzeitig bekommt dein Hund mehr Bewegung. Leidet dein Vierbeiner jedoch unter Gelenkproblemen, gilt es ein paar Punkte zu beachten. Was gut gemeint ist, kann sonst nach hinten losgehen.

Was du beim Fahrradfahren mit deinem Hund trotz Gelenkproblemen berücksichtigen solltest, verrate ich dir jetzt.

Gelenkprobleme beim Hund

Hattest du selbst schon mal mit Gelenkproblemen zu tun? Dann weißt du aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft diese sein können. Ganz sicher wirst du versuchen alles zu vermeiden, was diese Schmerzen hervorruft oder verstärkt. Nicht anders geht es deinem Hund. Im Gegensatz zu dir kann er aber nicht selbst entscheiden, was er machen will und was nicht. Er ist auf dich und dein Verantwortungsbewusstsein angewiesen.

Bemerkbar machen sich Gelenkprobleme zum Beispiel dadurch, dass sich dein Hund steif bewegt, lahmt oder humpelt. Das Aufstehen oder Hinlegen kann ihm schwerfallen. Und er reagiert womöglich empfindlich auf Berührungen.

Zu den typischen Gelenkproblemen bei Hunden zählen unter anderem:

  • Hüftdysplasie
  • Ellenbogendysplasie
  • Arthrose

Nicht nur alte Hunde leiden unter Problemen mit den Gelenken. Auch junge Tiere können davon betroffen sein. Ein Faktor für ihre Entstehung ist körperliche Überforderung und zu genau dieser kann es beim Fahrradfahren kommen. Zu lange Touren, zu hohes Tempo, ein falscher Untergrund und einseitige Belastungen können den Gelenken nachhaltig schaden. Wie du Gelenkprobleme vorbeugen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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Fahrradfahren mit Hund trotz Gelenkproblemen – so geht es

Grundsätzlich solltest du bedenken, dass das Laufen am Fahrrad die Gelenke deines Fellfreundes beeinträchtigen kann. Viele Tierärzte und Tierphysiotherapeuten raten bei Hunden mit Gelenkproblemen vom Radfahren ab. Der Grat ist schmal, deinem Tier etwas Gutes zu tun oder ihm zu schaden.

Die Verantwortung für sein Wohlergehen und seine Gesundheit liegen bei dir. Hat dein Hund akute Schmerzen, ist das Laufen am Rad für ihn auf jeden Fall tabu. Allerdings sind unsere Vierbeiner sehr gut darin, Schmerzen zu verbergen. Deshalb ist deine genaue Beobachtung gefragt, um den gesundheitlichen Zustand deines Hundes richtig einzuschätzen. Bist du dir unsicher, solltest du dir den Rat eines Tierarztes hinzuholen.

Tipps für das Radfahren mit Hund trotz Gelenkproblemen:

  1. Aufwärmen
    Bevor es losgeht, müssen die Gelenke und Muskeln deines Hundes aufgewärmt werden. Gehe zuerst ein bisschen mit ihm spazieren und wechsle dabei das Tempo von Schritt zu Trab und zurück. Lasse deinen Hund links- und rechtsherum im Kreis laufen. Auch Slalom laufen durch deine Beine ist eine schöne Übung zum Aufwärmen.
  2. Langsames Tempo
    Ein gelenkschonendes Tempo für deinen Fellfreund ist ein leichter Trab. Nicht gut sind für ihn Sprints oder lange Strecken im Galopp. Dein Hund sollte immer die Möglichkeit haben, sein eigenes Tempo zu bestimmen. Ideal ist es, wenn er sich frei bewegen kann. Läuft er an der Leine neben dem Rad her, sollte diese locker durchhängen. Lass dich auf keinen Fall von deinem Hund ziehen. Diese Belastung ist für ihn viel zu hoch.
    Achtung: Wechselt er in den Schritt oder wird deutlich langsamer? Dann gönne ihm sofort eine Pause und beende die Tour.
  3. Weicher Untergrund
    Wähle für eure Strecke einen weichen, federnden Untergrund. Gut geeignet sind Feld- und Waldwege. Straßen mit Asphalt oder Schotter solltest du hingegen meiden.
  4. Passende Strecken
    Du liebst es, mit deinem Mountainbike Trails runterzufahren? Für einen Hund mit Gelenkproblemen sind solche Touren ungeeignet. In der Regel fährst du zu schnell und es geht überwiegend bergab. Für deinen Hund ist damit eine hohe, einseitige Belastung des vorderen Körpers verbunden. Achte bei der Wahl der Route zudem darauf, dass dein Tier nicht springen muss. Am besten eignen sich ebene Strecken, bei denen es weder viel bergauf noch bergab geht.
  5. Abkühlen
    Ebenso wichtig wie das Aufwärmen ist das Abkühlen. So kann der Körper deines Hundes wieder auf die normale Betriebstemperatur herunterfahren. Zum Abkühlen eignet sich ein kurzer Spaziergang von fünf bis zehn Minuten im gemütlichen Schritttempo.
  6. Abtasten
    Nimm dir nach dem Radfahren Zeit, die Gelenke deines Hundes abzutasten. So kannst du mögliche Schwellungen entdecken und direkt darauf reagieren. Verbinde das Abtasten am besten mit einer wohltuenden Massage, bei der du die Muskeln deines Hundes lockerst.

Wichtig ist es darüber hinaus, deinen Vierbeiner am folgenden Tag gut zu beobachten.

  • Verhält er sich anders als sonst?
  • Bewegt er sich schwerfällig oder steif?

All das können Hinweise darauf sein, dass ihn die Radtour überanstrengt hat.

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Weitere Tipps

Weniger ist definitiv mehr. Somit gilt, dass du mit deinem Hund möglichst nur kurze Strecken fährst. Möchtest du einen längeren Ausflug unternehmen, nimm am besten einen Hundeanhänger oder einen Transportkorb mit. An beides muss dein Vierbeiner vorab gewöhnt werden. Auf diese Weise kannst du mit ihm ausgiebige Radtouren unternehmen, bei denen er nicht die ganze Strecke selbst laufen muss.

Bedenke auch, dass du deinem Hund nach dem Radfahren ausreichend Erholung gönnst. Fahre mit ihm nicht täglich, sondern maximal dreimal pro Woche. Du solltest kein sportliches Ziel für euch beide damit verbinden, sondern es locker angehen.

Radfahren trotz Gelenkproblemen – Ja oder Nein?

Das Fahrradfahren kann für deinen Hund trotz seiner Gelenkprobleme eine willkommene Abwechslung sein. Es besteht aber auch das Risiko negativer Konsequenzen für seine Gesundheit. Wenn du unsicher bist, besprich dich am besten mit einem Tierphysiotherapeuten oder Tierarzt. Er kann dich beraten, ob und in welcher Form das Radfahren für deinen Vierbeiner geeignet ist.

Er braucht kurze Strecken in einem gemächlichen Tempo. Möchtest du dich sportlich verausgaben, dann lass deinen Hund am besten zuhause. Sein Wohl sollte an erster Stelle stehen, wenn du ihn mitnimmst.

Darf dich dein Hund trotz seiner Gelenkprobleme weiterhin beim Radfahren begleiten und wenn ja, wie gestaltest du es?

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