Deshalb hat dein Hund Probleme mit den Gelenken in der kalten Jahreszeit

Verschlimmern sich die Gelenkprobleme bei deinem Hund im Winter? Da ist er nicht alleine. Das feucht-kalte Wetter kriecht in die Gelenke und verstärkt die Beschwerden. Mit ein paar einfachen Methoden muss dein Liebling im Herbst und Winter nicht leiden.

Gelenkprobleme

Viele Gelenkprobleme sind auf Arthrose zurückzuführen. Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke. Dabei nutzen sich die Knorpel ab, die zwischen den Gelenken als Stoßdämpfer dienen. Das führt zu Entzündungen und Schmerzen, was zu weniger Bewegung führt, wodurch sich Entzündungen und Schmerzen verschlimmern. Ein ewiger Kreis.

Arthrose kann viele Ursachen haben. Schuld ist oft eine falsche oder übermäßige Belastung der Gelenke. Knorpelveränderungen, Gelenkfehlstellungen, Unfälle oder Übergewicht sind die häufigsten Auslöser. Arthrose ist nicht heilbar, die Beschwerden können aber deutlich reduziert werden.

In den kühlen Jahreszeiten, vor allem bei feucht-kaltem Wetter, verschlimmern sich die Symptome.

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Ursachen für verstärkte Gelenkprobleme im Winter

Die Ursachen für die vermehrten Beschwerden bei feucht-kaltem Wetter sind weder bei uns Menschen noch bei unseren Vierbeinern geklärt. Gelenkschmerzen melden sich oft bei Wetterumschwüngen, in Herbst und Winter sind sie drastischer.

Als Hauptursache sehen Ärzte den verminderten Bewegungsdrang im Winter. Das gilt noch mehr für ältere Hunde. Achte darauf, dass du trotz Schmuddelwetters das Bewegungsprogramm vom Sommer beibehältst.

Hunde bewegen sich bei Kälte weniger entspannt. Wir Menschen kennen das, wenn wir bei Minusgraden die Schultern zu den Ohren hochziehen und wir verspannt durch den Schnee stapfen.

Eine weitere Ursache wird im veränderten Luftdruck in Herbst und Winter vermutet. Die Theorie ist, dass Druckveränderungen das Gewebe zusammendrücken und beim Nachlassen die Gelenke anschwellen.

Eine weitere Theorie ist, dass sich der Stoffwechsel im Winter verlangsamt. Der Körper versorgt zuerst Organe mit Blut, bevor es zu den Gliedmaßen fließt. Dadurch vermindert sich die Durchblutung in den Gelenken und erhöht den Spannungszustand der Muskeln. Das führt zu dumpfen Schmerzen.

Die Kälte reduziert die Viskosität (= Zähflüssigkeit) der Gelenkflüssigkeit, die als Schmiermittel zwischen den Gelenken dient. Weniger Zähflüssigkeit verstärkt die Reibungsschmerzen.

Was du gegen Arthrose in der kalten Jahreszeit tun kannst
So machst du Hund und Gelenke fit für das kalte Wetter

Was du gegen Arthrose in der kalten Jahreszeit tun kannst

Um die Beschwerden zu lindern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Am besten ist eine Kombination aus all diesen Tipps.

Regelmäßige Bewegung

Bei Arthrose ist es wichtig, den ewigen Kreislauf von zu wenig Bewegung, mehr Entzündungen und Schmerzen zu durchbrechen. Spaziergänge sind das Alpha und das Omega. Sport ist erlaubt, aber keine starken Belastungen oder ruckartigen Bewegungen wie Laufen, Agility oder Start-Stopp-Spiele (z.B. Ball werfen). Wenn du einen großen Hund hast, baue ihm eine Rampe, falls er oft ins und aus dem Auto springen muss.

Muskelaufbau

Mehr Muskelgewebe schützt und entlastet die Gelenke. Die gute Nachricht: Ihr müsst dafür nicht ins frostig-feuchte Wetter raus. Gezieltes Bewegungstraining ist in der Wohnung möglich. Balanceübungen, das Stärken der Muskeln und Wendigkeitsübungen stehen auf dem Programm.

Physiotherapie kann deinen Hund dabei unterstützen. Dehnungen und Massagen regen die Durchblutung an oder lockern Muskeln.

Liegeplätze

Rubble deinen Hund kräftig nach dem Spazieren mit einem Handtuch ab. Stelle sicher, dass er einen warmen, zugfreien Liegeplatz hat.

Unsere Hunde verbringen die meiste Zeit des Tages mit Schlafen und Liegen, vor allem, wenn sie älter sind. Überlege, in ein orthopädisches Hundebett zu investieren. Es passt sich an den Hundekörper an, hat einen weichen Rand und einen niedrigen Einstieg.

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Wärme

Achte beim Spazieren darauf, dass dein Hund nicht auskühlt. Wenn Hunde wegen Schmerzen in den Gelenken langsamer laufen, frieren sie schneller. Ein passender Hundemantel hilft dabei. Versuche, mehrere kleine Runden zu gehen, statt einer großen.

Eine Wärmebehandlung mit Lampen lockert Verspannungen, lindert Schmerzen und macht die Gelenke beweglicher. Körnerkissen schaffen ebenso Abhilfe. Achtung bei akuten Entzündungsschüben: Wenn die Gelenke angeschwollen und entzündet sind, ist Wärme die falsche Behandlungsmethode.

Kälte

Bei den oben erwähnten Entzündungsschüben hilft Kälte. Entzündungen sind Hot Spots im Körper, die du mit kühlenden Wickeln bekämpfen kannst. Quarkwickel eignen sich besonders gut, weil der Quark kühlt und das entzündungshemmende Kasein enthält. Verteile den Quark auf einem Geschirrtuch, schlage es ein und leg es für 15 Minuten auf die entzündete Stelle. Wiederhole den Vorgang beliebig oft.

Gewicht und Futter

Für übergewichtige Hunde sind die Beschwerden noch stärker zu spüren. Achte auf ein gesundes Gewicht.

Das Hundefutter hat einen großen Anteil an der Gesundheit unserer Hunde. Leidet dein Hund an Arthrose, kannst du ihn mit Nahrungsergänzungen unterstützen. Omega-3-Fettsäuren und Grünlippmuschel haben sich bei der Behandlung von Arthrose bewährt.

Dein Hund muss beim kalt-nassen Wetter nicht zusätzlich leiden

Gelenkprobleme bei Hunden sind mit ein paar einfachen Methoden auch in Herbst und Winter behandelbar. Hast du weitere Tipps, die Hunde dabei unterstützen? Schreibe sie gerne in die Kommentare.

2 Idee über “Deshalb hat dein Hund Probleme mit den Gelenken in der kalten Jahreszeit

  1. Ulrike Gavric sagt:

    Ich gebe Gelenkfit seit ein paar Tagen. Habe 3 Dosen bestellt. Soll man danach eine Pause machen. Bzw. Gelenkfit kurmässig geben? Und soll man zusätzlich Lachsöl und Grünlippmuschel geben? Oder wird das Zuviel? Mein Hund heißt Miri, wird im Juli 7 Jahre und ist ein Rhodesian Ridgeback.

    • Philipp sagt:

      Hallo Ulrike,

      vielen Dank für deine Frage. Nein, du kannst das GelenkFit kurmässig geben. Grünlippmuschel musst du nicht mehr extra füttern, weil das bereits in ausreichenden Mengen enthalten ist. Lachsöl ist auf jeden Fall eine gute Idee, da die Omega-3 Fettsäuren sehr gut für den Bewegungsapparat sind. Wir sind gerade auch dabei ein Wildfischöl zu entwickeln, welches aus nachhaltigem Wildfang stammt. Bei unserem Öl ist der Omega-3 Fettsäure Anteil noch etwas höher als bei normalem Lachsöl 🙂

      Danke für deine Bestellung. Ich hoffe, dass es Miri mit dem GelenkFit gut gehen wird und sie mit viel Bewegungsfreude älter werden kann 🙂

      Falls du noch eine Frage hast, dann melde dich bitte jederzeit. Gerne auch eine Email an info@dog-native.de schreiben!

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